Frei...Raum (2019)


 

Frei…Raum

 

Eine Produktion des Integrativen Tanztheaters Wuppertal

 

 

 

Das Integrative Tanztheater Wuppertal nimmt das 100-jährige Jubiläum des bauhaus zum Anlass für die aktuelle Produktion ‚Frei…Raum‘ und bezieht sich auf dessen Ideen und Gestaltungselemente.

 

Das Zusammenführen von Kunst und Architektur sowie weiteren Künsten und Handwerken war ein zentrales Anliegen des bauhaus. Das gemeinsame Schaffen war geprägt von einem Miteinander ohne soziale und gesellschaftliche Unterschiede und einem kreativen Austausch auf Augenhöhe. Diese Intention entspricht auch dem Leitbild der Tanztherapeutin und Choreographin Helga Roßner am Integrativen Tanztheater Wuppertal. Das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung steht Zentrum ihrer Arbeit.

 

Auch der Tanz spielte im bauhaus eine bedeutsame Rolle. Die Bauhaustänze entwickelten manifestierten eine raumorientierte Bewegungskunst, die zu den heutigen Ausprägungen des Ausdruckstanzes und des zeitgenössischen Tanzes beitragen. Das Ensemble des Integrativen Tanztheaters Wuppertal nimmt diese Idee , indem die Choreographie in Beziehung zum Raum gesetzt werden. Der Raum soll dabei nicht durch Bühne und deren Begrenzungen ausgedrückt werden, sondern durch einen allseitig offenen Kubus, der von den Tänzerinnen und Tänzern betanzt wird. Die Seitenflächen des Kubus sind zwar Begrenzungen des Raums und schaffen aber gleichzeitig darin Raum für freie Kreativität. Hierin tanzen die Darstellenden einen Ausschnitt aus ihrem ganz persönlichem Lebenspanorama, aus Zeiten des Glücks oder Unglücks, die sich in ihren Biografien eingebrannt haben. Dabei geht die Produktion ‚Frei…Raum‘ mit Jan Lade, ehemaliger Pina Bausch -Tänzer, zur Zeit am der Royal Academy London, einen neuen Weg: Die Tanzenden entwickeln in der Begrenzung und im Freiraum des Kubus ihre persönlichgestalten Choreographien. Die musikalische Begleitung mit dem Violoncello durch Michael Hablitzel  wird durch eigene Emotionen und Improvisationen zur Symbiose von Tanz, Raum und Musik führen, die diese Produktion zu einem auf seine Art neuem und höchst authentischen Gesamtkunstwerk werden lässt.

 

 

 

 

Musikalisch begleitet wird das Ensemble mit Violoncello durch Michael Hablitzel und Percussion, Vibraphon, Looptation durch Salome Amend. Deren einzigartige Musik Klangwelt führt zur Verbindung des Tanzes mit Raum und Zeit.

 

Die Musiker werden ihre eigenen Emotionen vor Ort in der Improvisation zu einem Gesamtkunstwerk verbinden. Diese symbiotische Zusammenarbeit in Tanz, Raum und Musik wird in jedem Bühnenauftritt zu einem neuen kreativen , authentischen Gesamtkunstwerk.